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Deutsche Unternehmen bauen massiv Schulden ab
Viele vergessen in dem Zusammenhang einige der fundamentalsten Grundlagen – unter anderem den „Gesamt-Verschuldungs-Zwang“ des Systems.
Es können ja nur dann zusätzliche Vermögen entstehen, wenn an anderer Stelle im Gegenzug die Verschuldung steigt. Wenn alle ihre Schulden zurückzahlen gäbe es ja auch keine (dem gegenüberstehende) Forderungen mehr. Die Forderung des einen ist das Schuldversprechen eines anderen. Die Banken sind ja im Grunde vor allem „Geldhändler“, die es sich beim Sparer gegen Zins ausleihen und an Häuslebauer usw. gegen einen höheren Zins weitergeben.
Ein Paradebeispiel für dieses Wechselspiel sind Forderungen/“Vermögen“ privater Haushalte, die in Staatsanleihen (also Staatsschulden) angelegt sind. Auch viele Altersvorsorgen laufen über diese Schiene. Würde der Staat seine Schulden tilgen wären die Forderungen ausgeglichen und damit verschwunden. Was sonst? Wohin nun mit dem Geld? In dem Falle müsste man sich ja jemand anders suchen dem man das Geld leihen kann, wenn es aber keiner möchte ……. was dann?
Weiter im Gedankengang und zurück zum Artikel: Fallen die Unternehmen (Stichwort Investitionszurückhaltung) und die Privaten (Stichwort Flaute am Immobilienmarkt wegen gestiegener Zinsen oder Konsumverzicht infolge Jobunsicherheiten) aus bleibt nur noch der Staat übrig diese Schuldenlast zu tragen.
Und genau das sehen wir aktuell. Wer davon redet der Staat solle mehr sparen – der muss wohl im selben Zug erklären wer anstelle dessen als (zusätzlicher/neuer) Schuldner einspringen soll.
Was noch denkbar wäre ist das „Ausland“ als Schuldner mit in die Rechnung einzubeziehen, aber wie werthaltig sind derartige Forderungen, wenn dort die Verschuldung ebenfalls immer weiter außer Kontrolle gerät? Das Thema Rechtssicherheit und Durchsetzung von Ansprüchen im Ausland gehört hier mit aufs Tablett.
Und wie sieht es mit Staaten aus die gut haushalten und kaum Schulden machen?
Naja …. da liegt die Antwort schon in der Frage: Die brauchen kein Geld und nehmen es gleich garnicht erst an/auf.
Extrem vereinfacht und zugespitzt formuliert findet das Anleger-Geld fast schon zwangsläufig in der Masse den Weg genau dahin – wo man damit anscheinend am wenigsten umgehen kann. Warum? Weil nur + genau dort ständig frisches, zusätzliches Geld benötigt wird. Ein „Top-Schuldner“ braucht sich kein Geld leihen, denn der steht selber auf der Anlegerseite und sucht nach Investitionsmöglichkeiten. Hört sich irgendwie kurios oder kompliziert an an – läuft aber genau so und ist auch völlig logisch!
So oder so: Jedem Schuldenschnitt stünde ein Vermögensschnitt gegenüber. Und selbst wenn die Inflation eine Verschuldung kaufkraftmässig entwertet muss es im Gegenzug Gläubiger geben deren Vermögen im selben Atemzug entsprechend verliert. Die Sache entscheidet sich wahrscheinlich an dem Punkt wie die einzelnen Marktteilnehmer aufgestellt sind und daran wer am Punkt X angekommen die Regeln macht!
Fazit: Wenn sich niemand sonst ( aus dem Weltraum , göttliche Wesen oder ….) an den Dingen beteiligt kann man das Ganze auf eine einfache Schafkopfrunde herunterbrechen, wo man ja ebenfalls nur das gewinnen kann was andere am Tisch verlieren. Dieser weit verbreitete, ständige Glaube daran, dass da von irgendwoher Gelder kommen – die niemand aufbringen, erwirtschaften oder verzinsen muss….. scheint aus meiner Sicht ein Hauptgrund dafür zu sein warum die Dinge so laufen – wie sie eben laufen. Viele werden an dem Punkt angekommen zwar die Notenbanken ins Spiel bringen, die im Kern ja grenzenlos frisches, eigenes Geld zu fast null Kosten drucken könnten. Wenn man aber die Karte zieht muss man wissen, dass sich damit nur mehr Geldangebot auf einen gleichbleibenden (Güter-)Markt ergiest. Folge ist fast immer eine zeitverzögerte Inflation, also eine Verwässerung der einzelnen Geldeinheit, was damit ebenso keine nachhaltige Lösung darstellt.
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