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Die deutschen Importpreise sind 2011 mit 8% so stark gestiegen wie seit 11 Jahren nicht mehr, als es im Boomjahr 2000 genau 10,2% waren. Die weltweite Konjunkturabkühlung wirkt sich aber bereits preisdämpfend aus. Im Dezember stiegen die Importpreise nur noch um 3,9%. Der Inflationsdruck im Hintergrund ist also da und wird sich noch verstärken, wenn die Notenbanken weiter jede konjunkturelle Abschwächung mit noch niedrigeren Zinsen, weiterem Aufblähen der Geldmengen und dem endlosen Aufkauf von Staatsanleihen schon im Keim ersticken wollen. Mit der Wirtschaft ist es wie beim menschen oder in der Natur auch. Wer einatmet der muß auch ausatmen und selbst die Natur durchschreitet ja mit den verschiedenen Jahreszeiten ebenfalls nicht umsonst diverse Phasen von Wachstum und Ruhe.
Im Dezember 2011 hat der deutsche Staat mit 71 Mrd. Euro soviele Steuern eingenommen wie noch in keinem Monat zuvor. Insgesamt haben Bürger und Unternehmen im Jahr 2011 über 527 Milliarden Steuern gezahlt - das waren fast 8% mehr als 2010. Grund ist ein Wachstum von 3% und eine fallende Arbeitzslosigkeit. Für 2012 rechnen Experten nun mit einer Neuverschuldung von lediglich 17 Mrd. Euro - das wären fast 9 Mrd. weniger als zunächst angenommen. Das wäre damit genau der gleiche Wert an Neuverschuldung wie 2011 auch, denn im letzten Jahr (2011) wurden - wenn man die "bereinigte" Neuverschuldung nimmt - 17,3 Mrd. neue Schulden gemacht. Das waren über 30 Milliarden
Euro weniger als dies Finanzminister Wolfgang Schäuble 2010 noch gedacht und geplant hatte. Die Steuereinnahmen des Bundes kletterten um fast 10% auf 248 Milliarden Euro, während man gleichzeitig wegen sinkender Zinsen auf die Schulden fast 33 Milliarden
Euro einsparen konnte. Wir pofitieren also ganz extrem davon auf den Anleihenmärkten noch als der sichere Hafen wahrgenommen zu werden.
Die Arbeitslosenquote in Spanien hat im 4.Quartal 2011 um sagenhafte 23% ( 295.000 ) gegenüber dem 4.Quartal 2010 zugelegt und nun 22,9% erreicht. In 1,6 Millionen Haushalten sind alle berufsfähigen Mitglieder arbeitslos. Diese Zahlen sind Rekord in der EU.
An den Anleihemärkten sind wir von einer Panik, einem Ausverkauf oder dem finalen Zusammenbruch noch meilenweit enfernt. Italien konnte in den letzten Tagen für eine Anleihe mit Laufzeit von einem halben Jahr 8 Mrd. Euro einsammeln - zu einem Zins von nur 1,97% p.a. Für die Papiere um Umfang von 3 Mrd. Euro und knapp 1 Jahr Laufzeit zahlte man nur 2,2%. Für echte Probleme in Italien sorgt dagegen die Blockade der LKW-Fahrer, denn inzwischen kommt es in mehreren italienischen Städten bereits zu Panikkäufen von Lebensmitteln, was als Folge die Preise für Obst und Gemüse um bis zu 200% gegenüber letzter Woche verteuert hat. Besonders dramatisch ist die Lage in Rom - aber auch anderswo werden Nahrungsmittel ( egal ob Obst, Gemüse, Eier, Mehl Fisch usw...oder auch Benzin ) schon knapp. Der Schaden alleine für den Obst- und Gemüsehande beträgt derzeit etwa 100 Millionen Euro pro Tag!
Die Ratingagentur Fitch hat 5 Euroländer abgestuft. Für Italien, Spanien und Slowenien ging es 2 Stufen nach unten, bei Belgien und Zypern war es nur eine Note schlchter. Der Ausblick ist für alle Länder weiter negativ, sodaß mit weiteren Abstufungen zu rechnen ist.
Der Baltic Dry Index stürzt immer weiter ab und ist nun schon 28 Tage in Folge negativ. Chart Baltic Drxy Index
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