| Gasstreit beigelegt, aber Ukraine kann Preis nicht zahlen! Russlands Gold auf dem Markt! |
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| Freitag, den 09. Januar 2009 um 07:01 Uhr | |||||||
JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL Nach der Einigung mit Russland im Gasstreit erwartet die Europäische Union eine rasche Wiederaufnahme der russischen Lieferungen über ukrainisches Gebiet. Die Ukraine kann aber den von Russland angepeilten Gaspreis
nach Einschätzung von Experten kaum bezahlen. Experten sind sich fast sicher, dass die russische Forderung von mehr als dem zweieinhalbfachen des bisherigen Betrags zum Zusammenbruch der ukrainischen Wirtschaft führen wird. Als Folge des Konjunkturabschwungs und dem damit verbundenen Einbruch beim Ölpreis ist der Spielraum für einen Kompromiss auch aus Sicht Russlands sehr gering. Die stark angespannte finanzielle Lage beider Länder, besonders in der Ukraine, wird die weiteren Verhandlungen sehr erschweren. Die Ukraine leidet unter der weltweit schwindenden Nachfrage vor allem nach Stahl und Chemieprodukten, die über 50% aller Exporte der ehemaligen Sowjetrepublik ausmachen, die Landeswährung befindet sich seit Monaten auf Talfahrt und die Wirtschaft steht vor der schlimmsten Rezession seit mindestens 10 Jahren. Man rechnet mit einer Schrumpfung der ukrainische Wirtschaft 2009 um fast 5%. Dieser Prognose liegt ein Preis von 200 - 250 Dollar zugrunde. Sollte es zu einem höheren Preis kommen würde sich der düstere Ausblick noch weiter eintrüben und auch ein völliger Zusammenbruch der ukrainische Wirtschaft ist dann nicht sehr unwahrscheinlich. 2008 bezahlte das Land 180 Dollar pro 1000 Kubikmeter Gas. Für 2009 verlangte der russische Staatskonzern Gazprom zunächst 250 Dollar, nun 450 Dollar. Die Experten gehen aber davon aus, dass sich beide Länder am Ende auf einen Preis zwischen 200 und 250 Dollar einigen werden. Russland hat kein Geld zu verschenken, weil nach vielen Jahren hoher Wachstumsraten das Land vor allem darunter leidet, dass der Preis für seinen Exportschlager Öl 2008 eingebrochen ist -als Folge rutschte Russland erstmals seit 1998 wieder in eine Rezession. Verzweifelt versuchte die Zentralbank zuletzt mit einer Serie von Rubel-Abwertungen zu verhindern, dass die Bevölkerung panikartig ihre Ersparnisse abhebt. Viele Sparer haben ihre Anlagen bei den Banken aber bereits abgezogen, die russischen Devisenreserven schmelzen. Das war auch ein Grund, warum der Goldpreis in den letzten Monaten nicht stärker gestiegen ist, denn
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