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Das Verschuldungs-Drama und die Ausweglosigkeit des Ganzen Spiels am Bsp. Griechenlands in Zahlen! PDF Drucken E-Mail
Montag, den 23. Mai 2011 um 20:16 Uhr


Die Staatsverschuldung lag Ende des 1. Quartals 2011 bei 354,5 Mrd. Euro, das ist im Vergleich zum Q4/2010 ein Anstieg von über 14 Mrd.! Im Vergleich zum Q1/2010 legte die Verschuldung um 14% bzw. 44,2 Mrd. Euro zu.Das nominale BIP war im ersten Quartal 2011 negativ und zwar mit – 4,9% auf nur noch 51,8 Mrd. Euro.

Bereinigt um die Preise schrumpft die griechische Wirtschaft derzeit etwa mit knapp 9% p.a.

Wenn man das auf 1 Jahr hochrechnet, dann kommen wir auf ein BIP von 208 Mrd. Euro, sodass die Schuldenstandsquote satte 170% beträgt.

Um 10 Millionen gegen einen Bankrott Griechenlands zu versichern werden aktuell pro Jahr fast 1,4 Millionen fällig.

Die Arbeitslosenquote beträgt 15,9%, besonders hoch ist die Jugendarbeitslosigkeit mit über 40%.

Trotz Sparmaßnahmen steigen die Staatsausgaben immer weiter an – vor allem wegen der Wirtschaftsschwäche und der explodierenden Sozialausgaben als Folge der hohen Arbeitslosigkeit.

Während die Ausgaben im 1. Quartal 2011 um 24% auf 20,7 Mrd. anstiegen, gingen die Einnahmen im selben Zeitraum um 5% auf 11,7 Mrd. Euro zurück.

Die ganzen Sparmaßnahmen würgen also die Wirtschaft derart massiv ab, dass von einer Haushaltskonsolidierung keine Rede sein kann.

Die griechische Industrieproduktion ging im März 2011 um fast 8% verglichen mit 03/2010 zurück.

Das Handelbilanzdefizit der Griechen ist gewaltig. Hier fuhr man 2010 ein Minus von fast 20 Mrd. Euro ein. Der Hammer dabei ist, dass die Exporte nicht einmal die Hälfte der Importe vom Volumen her ausmachen.


Griechenland müsste also die Exporte verdoppeln um das Loch zu schließen – völlig absurd und unmöglich. Damit ist klar, dass Griechenland immer wieder relativ schnell ausbluten wird, egal wie viel Geld man da hineinbläst.

Die realen Arbeitnehmereinkommen fallen derzeit mit etwa 10% pro Jahr, die Konsumausgaben fallen mit fast 9% verglichen mit dem Vorjahr 2010.

Die reale Bruttowertschöpfung der griechischen Industrie beträgt nicht einmal mehr 10% der realen Gesamt-Wirtschaftsleistung.

Die Inlandsaufträge der Industrie haben sich seit 2008 fast halbiert.

Bauausgaben usw….. alles rasant fallend!

Die beeindruckendsten Zahlen als Höhepunkt gibt es nun zum Schluss, damit Sie mal sehen, welchen Umfang inzwischen die Eingriffe der Notenbanken, der EU usw. erreicht haben.


2009 wurde die komplette Verschuldung Griechenlands noch von den Privaten getragen – also vom normalen Markt über Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Sparer usw….

2010 betrug die Staatsverschuldung im Jahresschnitt etwa 330 Mrd. Euro und davon stammten schon 80 Mrd. von Notenbanken, der EU usw….- das ist etwa ein Viertel der gesamten Schuldenlast die bereits künstlich getragen wurde.

Aktuell ist die Verschuldung bei 354 Mrd. Euro angekommen und die künstlichen Stützungen ( Notenbankkäufe von Anleihen plus Hilfen von außen ) haben schon ein Volumen von 130 Mrd. Euro erreicht - bereits mehr als ein Drittel.

Nächstes Jahr 2012 wird der Schuldenberg über 380 Mrd. betragen und davon wird mit 180 Mrd. fast schon die Hälfte von „außen“ beigesteuert!

Daran sehen Sie mal wie massiv das Land am Tropf der EU und der Notenbanken hängt und dass das Gebilde nur deswegen noch funktioniert, weil die Notenbanken fast unendlich - im Grunde wertlose Staatsanleihen - mit frisch gedruckten Geld aufkaufen können.

Das weitet aber im Laufe der Zeit die Geldmengen immer weiter aus und zerstört so den Wert einer einzelnen umlaufenden Geldeinheit - hier eben des Euro. Nur was knapp ist und nicht beliebig vermehrbar ist behält seinen Wert über einen längeren Zeitraum bei.

Diese Umstände sind auch der Grund, warum sich der Dollar - trotz der gewaltigen Probleme der USA - im Vergleich zum Euro noch so gut bei 1,40 halten kann.

Das ist auch das, was wir schon des öfteren als völlig aus den Fugen geratenes Zinsniveau beschrieben haben: Die Risiken haben mit den Zinsen/Renditen nichts mehr zu tun!


Es ist daher absurd dieses Spiel als normaler Privatanleger noch weiter über Geldanlagen oder Altersvorsorgen bei Banken und Versicherungen zu füttern.

Der Beste Spruch dazu:

"Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest – steig ab!!!"

Ich möchte dazu noch ergänzen: " ........egal wie hoch die Verluste sind und egal wie die Edelmetalle aktuell stehen. Ein Ausgleich der Verluste bzw. den Rückstand auf einem toten Pferd sitzend aufzuholen ist unmöglich!

Das muß man einfach mal einsehen!

Dieser Komapatient namens Griechenland kommt genauso wie Portugal - und viele andere Staaten die noch folgen werden – nicht mehr auf die Beine und irgendwann ist das Spiel der Notenbanken und Stützungen von außen zu Ende und dann wird richtig abgerechnet, saftig abgeschrieben und dann werden die richtig stinkenden Leichen an diejenigen verteilt, die noch Anleihen von denen halten. Und genau das wird dann auch endgültig und richtig unangenehm auf die Banken, Versicherungen, Staaten, Sparer und Steuerzahler durchschlagen!!!


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