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Was bedeutet die Entscheidung der US-Notenbank von gestern auf den Punkt gebracht? Must-Read! PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 26. Januar 2012 um 09:53 Uhr

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Die amerikanische Notenbank FED hat ja gestern bekanntgegeben, daß man die Leitzinsen bis Ende 2014 bei Null halten wird, um den Märkten Sicherheit, Stütze und Vertauen zu verschaffen.

Außerdem hat man das Fenster für gewaltige Aufkäufe von Staatsanleihen - und damit die Finanzierung von US-Schulden über die Notenpresse - weiter aufgestoßen.

Die Börsen und die Edelmetalle reagierten darauf sehr positiv, während sich bei den Wechselkursen zum Dollar nur sehr wenig tat.

Was steckt dahinter?

Zum einen hat die weltweit führende Notenbank damit mal wieder einen richtigen Pflock eingeschlagen und gezeigt wer hier an den Takt vorgibt. Die US-Zinsen, die US-Geldmengen und der Wechselkurs zum Dollar sind immer noch die Richtschnur für alle großen Volkswirtschaften und Wahren- bzw. Währungstransaktionen - egal wie sich der Euroraum, Japan oder China entwickeln.

Im aktuellen Umfeld kann es sich noch niemand leisten massiv von der Richtung des Leithammels abzuweichen, vor allem dann nicht, wenn es um den Wechselkurs zum Dollar geht, denn dann reden wir sofort über die jeweilige Exportindustrie eines Landes und damit auch über Wachstum, Beschäftigung und sozialen Frieden dort.

Schauen Sie sich doch dazu mal an, wie brav und ausdauernd die Chinesen seit Jahren ständig weiter mit den erzielten Überschüssen Dollars bzw. US-Anleihen aufkaufen (müssen), damit das Geld wieder den Weg zurück in die USA, zum Verbraucher dort und über den Konsum wieder den Weg nach China finden kann.

Wenn diese Abhängigkeiten nicht so massiv wären und China verstärkt ins Gold flüchten würde - so wie uns das einige seit Jahren erzählen wollen - dann hätten wir schon lange Goldunzenpreise von weit über 5.000 Dollar.

Was ich damit sagen will ist Folgendes: Mit diesem Schritt ist auch die Marschrichtung der anderen großen Notenbanken auf die nächsten Jahre vorgegeben, denn das Zins- und Währungsgefüge ist derart eng miteinander vernetzt, daß man sich größere Abweichungen und Schwankungen garnicht leisten kann und leisten will.

Die Aufblähung der Geldmengen und das am Boden Halten der Zinsen ist damit endgültig weltweites Notenbank - Programm geworden!

Außerdem sollte man sich mal Fragen, wie der wirkliche Zustand des Systems und die Aussichten der Weltwirtschaft eingeschätzt werden, wenn man so eine Maßnahme auf einen derart langen Zeitraum betrachtet nötig hat.

Das sieht nicht gut aus, was da in den letzten Wochen bei den Frachtraten abgeht:

Grafik Baltic Dry Index

Wie fertig und verzweifelt muß man denn sein sich schon jetzt als Notenbank auf die Zins- und Geldpolitik der nächsten vollen 3 Jahre festzulegen?

Überlegen Sie doch mal was Ihnen Ihr Banker oder Versicherungsfritze immer von Flexibilität bei den Anlagen oder Streuung erzählt usw.....- nur Müll und lächerlicher Schwachsinn ist das alles, wenn einem jetzt sogar schon die Notenbanken als DIE Herren des Geldes an sich sagen, daß die Zinsen bis Ende 2014 da bleiben werden wo sie im Moment sind - bei NULL ( bezüglich der Leizinsen und nahe Null bei den Zinsen am Markt!!!) !

Der Leitzins ist der Zins den die Geschäftsbanken an die Notenbanken zahlen müssen um von dort Geld/Kredit zu bekommen. Je niedriger natürlich der Zins ist den man selber zahlen muss, desto billiger kann man es auch weiter verleihen. Das ist der genaue Hintergrund der Sache mal einfach beschrieben. Niedrige Leitzinsen sind also nicht alles, wenn die Banken es nicht nutzen ( Stichwort Kreditklemme) oder aussichtsreich weiterverleihen können, aber das Spiel läuft ja inzwischen schon so, daß die Banken machen können was sie wollen, weil am Ende eh der Steuerzahler wieder einspringt, wenn das verliehene Geld nicht mehr an die Banken zurück findet. Das ist eine super Ausgangsposition für die Banken jetzt, darum ziehen auch die Bankaktien wie Deutsche und Commerzbank so an.

Man ( die Notenbanken ) rechnen also scheinbar fest mit 2 Dingen - nämlich 1. damit, daß man weltweit auch in den nächsten Jahren noch genug Dumme finden wird, die so blöd sind das Geld für Minizinsen unterhalb der Inflationsrate bei Banken und Versicherungen oder Fondsgesellschaften anzulegen. Sollte man das nicht schaffen, dann wird man 2. die letzte Trumpfkarte ziehen und alles an Zins bzw.- Schuld - Papieren am Markt mit frisch gedrucktem Geld aufkaufen, was man eben nicht an die Dümmsten der Dummen - sprich die Masse der Anleger - los bringt.

Währungstechnisch hat der Dollar auf diese Ankündigung fast garnicht reagiert - es ist auch klar warum?


Zum einen weiß der Markt, daß man den Dollar aus oben genannten Gründen nicht absaufen lassen wird und abruschten lassen kann - in so einem Fall würden die EZB, die Bank von England, sowie die Notenbanken von China, der Schweiz, Kanada und Japan etc.... sofort am Markt eingreifen und entsprechend Dollars kaufen - also stützen.

Auf der anderen Seite müssen Sie berücksichtigen, daß eine Währung mit niedrigen Zinsen immer interessanter für Carry-Trades und zum Verschulden wird.

Ein typisches Beispiel sind seit Jahrzehnten die günstigen YEN- oder Schweizer Franken Kredite.

Sicher werden die Dollars aus dem Dollar-Kredit oftmals dann wieder in andere Währungen, in Aktien aus dem Euroraum oder auch Rohstoffe getauscht, aber 1. nicht alles und 2. beginnt es zunächst mal mit einer Nachfrage nach Dollars über den Kredit, denn es sonst nicht geben würde............, denn ohne diese nachgefragten, neuen Dollars passieren Schritt 2 oder 3 - also die Investitionen in irgendwas - schon mal von vornherein nicht.

Und selbst die Dollars, die beim Tausch in was anderes zunächst mal als Angebot auf den Markt kommen und den Dollarkurs-drücken müssen ja irgendwann wieder zurückgekauft - also nachgefragt - werden, denn der Kredit lautet ja auf Dollars und muss in Dollars getilgt werden.

Das niedrige Zinsniveau führt also nicht nur dazu, daß Sparer das Land und damit die Währung verlassen, sondern es bringt auf der anderen Seite auch Nachfrage in die Währung, weil sich Leute eben billig in Dollars verschulden wollen um damit entweder gewinnträchtige Geld-Anlagen zu tätigen oder anderswo zu investieren.

Genau das wird oftmals unterschätzt, wenn man von fallenden Zinsen redet - schauen Sie sich nicht nur die Sparer, sondern auch die Schuldnerseite mal an.

Wenn dann die Währung - in der man sich verschuldet hat - im Laufe der Jahre auch noch abwertet, dann hat man neben dem günstigen Kredit sogar obendrauf noch einen Währungsgewinn. Auch hier wird weiter und sogar noch mehr billiges Geld auf Pump den Weg in die Börsen und in die Edelmetalle finden!!!! Das ist ein ganz wichtiger positiver PUNKT!

Von daher sehe ich in dem Zusammenhang keinen Einbruch oder Ausverkauf des Dollars - dafür ist die Masse der Anleger zu dumm und zu unflexibel bzw. sind die wirtschaftlichen und politischen Abhängigkeiten zu groß.

Das Potential der Umschichtungen bei den Anlegern und Banken ist begrenzt, egal über wieviele Milliarden und Billionen wir reden - das potenzielle Volumen der Stützungen, Manipulationen und diversen Eingriffe der Notenbanken ist unbegrenzt - das sollte man immer im Hinterkopf behalten.

Es kommt also so, wie wir es schon seit 4 Jahren hier ankündigen:

Die Zinsen bleiben noch lange um jeden Preis im Keller, weil man damit das Zinses-Zins und Staats-Schulden-Pyramiden-Spiel auf Kosten derer noch etwas verlängern kann, die immer noch so blöd sind das Geld zu diesen ( absurden und lächerlichen ) Zins-Konditionen eben zu Banken oder Versicherungen zu tragen - das ist mal Punkt 1.

Dazu muß man eines immer wissen: Der Zins ist eine Ausfall-Wahrscheinlichkeits-Prämie! Es ist also völlig absurd, daß man bei einer steigenden Ausfallwahrscheinlichkeit der getätigten Anlage und einer steigenden Inflation im Gegenzug einen sehr niedrigen bzw. fallenden Zins erhält. Schauen Sie sich dazu bitte mal den Zinsverlauf der letzten 30 Jahre an und wie sich dazu die Staatsverschuldung entwickelt hat. Völlig absurd und lächerlich - das Zinsgefüge und alle Geld-Theorien sind damit völlig ausgehebelt, zu Ungunsten aller Sparer und Anleger!

Punkt 2 ist, daß man damit die Wirtschaft noch weiter künstlich anschiebt, weil es Investionen auf Kreditbasis günstiger macht bzw. billig hält und außerdem das Sparen gleichzeitig unattraktiver wird.

Die aktuellen Null-Finanzierungen vieler Konsumgüter ziehen immer noch sehr viele Kunden an, mal ganz davon abgesehen, daß ich in meinem Umfeld endlos Leute kenne, die mir sagen, daß sie das Geld jetzt besser irgendwie ausgeben wollen, weil man ja auf der Bank eh keinen Zins mehr dafür bekommt.

Der Zins verliert also auf dem aktuellen Niveau nahe Null seine Funktion als Konsum-Verzichts-Prämie.

Einfach gesagt denken sich viele Verbraucher: " Wenn ich nix davon habe, daß ich spare, dann kann ich das Geld ja auch sofort ausgeben! Die Dinge werden immer teurer nur mein Geld verzinst sich fast nicht - da wäre ich ja blöd mit dem Einkaufen noch zu warten!" Genau so denken 98% der Leute ohne zu überlegen, daß sich Geld richtig angelegt auch außerhalb von Bankprodukten vermehren kann und 2. ja auch immer eine bestimmte Unabhängigkeit bedeutet.

Mit etwas finanziellem Rückhalt kann ich anders auftreten und agieren als wie wenn ich ständig pleite bin!


Genau diese dumme und primitive Geld-Ausgebe-Denke führt dazu, daß sich immer mehr Menschen in Abhängigkeiten begeben oder sich von jedem ver...... lassen müssen, weil man ja nicht mehr ein finanzielles Polster im Hintergrund hat auch mal sagen zu können: " Freunde, Chef, Kollegen..............zu den Konditionen mache ich dies oder jenes nicht mehr mit! Ich habe noch soviel...... auf der Kante, ich kündige und such mir was anderes. Bis ich was gefunden habe kann ich die Zeit mit meinen Rücklagen überbrücken!"

Wer kann das noch sagen? Fast keiner, weil man jedes Geld sofort in Konsum umsetzt - also ist man ständig in der Lage die Klappe halten zu müssen und zu ducken.

Man braucht keinen Zins, wenn man beispielsweise mit Gold oder Silber auf Sicht der Jahre auch regelmässige Renditen über die Preissteigerungen einfahren kann.

Das versteht jeder oder sollte zumindest jeder verstehen, außer man ist so blöd einen Unterschied zwischen Zins- oder An- und Verkaufsgewinnen zu machen.

Steuerfreie Gewinne - so wie beim Gold oder Silber nach einem Jahr - müssten einem doch 1.000 Mal lieber sein als Zinserträge, die offiziell laufen und für deren Steuerfreiheit man andauernd Freistellungsaufträge stellen muß.

Aus den erzielten Zinsen und den aufgebrauchten Freistellungen lässt sich ja sehr leicht auf die angelegte Grundsumme schließen.

Irgendwann kommt man an bei dem Thema Geld, Anlage, Altersvorsorge, Vermögensschutz usw. an einen Punkt, wo man Intelligenz und intelligentes Handeln sehr leicht definieren und sehr gut messen kann.

Im aktuellen Umfeld bei DEN Verschuldungen, DEN Bonitäten, DEN Zinsen und DERART manipulativen Eingriffen der Notenbanken kann man nur zu dem Schluß kommen, daß sich Intelligenz auf der einen und alle Anlagen bei Banken oder Versicherungen auf der anderen Seite ausschließen.

Das alles wirkt sich natürlich ebenfalls positiv auf den Aktienmarkt aus, weil niedrige Zinsen nicht nur der Freund der Edelmetalle sind, sondern auch positiv auf Unternehmensanteile ausstrahlen. Warum? Fallende Zinsen stützen - wie oben beschrieben - die Umsätze der Unternehmen und außerdem sinken damit die Kosten für Kredite auf der Kostenseite. Das steigert die Gewinne........

Außerdem machen niedrige Zinsen Dividendenanlagen attraktiver, was auch Geld in den Aktienmarkt zieht. Von daher sehe ich guten Börsenzeiten auf Sicht von 12 Monaten entgegen - so wie wir das auch schon im Jahresausblick für 2012 angesprochen haben.

Bislang läuft es also genau so in allen Bereichen wie wir Ihnen das hier schon seit dem April 2008 vermitteln und vorausgesagt haben.

Die endgültige Abrechnung dieser ganzen Tricksereien kommt aber noch - wir rechnen damit in 24 bis 30 Monaten!


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