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Uli Hoeneß tritt ab und dreht nochmal richtig auf!! Personal-Karusell dreht sich! PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 08. Januar 2009 um 14:19 Uhr

Amtsmüde ist der 57-Jährige Uli Hoeneß

bisher noch nicht, auch wenn er Ende 2009 nach 30 Jahren als Manager des FC Bayern München abtreten will und dafür Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender werden möchte.
"Ich bin am 31. Dezember nicht weg", erklärte Hoeneß nun dazu in Dubai im "Palace"-Hotel und kündigte eine ganz andere Amtsführung als Franz Beckenbauer an, der sich beim deutschen Fußball-Meister seit Jahren nicht mehr ins Tagesgeschäft einmischt.
"Ich werde sehr, sehr aktiv für diesen Verein weiterarbeiten und man kann als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender so arbeiten oder so - und ich werde so arbeiten", erklärte Hoeneß - aber ohne dabei Beckenbauers Namen zu erwähnen.

Wer ihm selbst als Manager nachfolgt und wie seine neue Rolle konkret aussehen wird, darüber hielt sich Hoeneß bedeckt:
"Ich werde das tun, was für den FC Bayern gut ist. Das habe ich mein Leben lang gemacht und das werde ich auch in Zukunft tun. Wie das genau ausschaut, dafür haben wir noch 12 Monate Zeit." Gut bestellt sieht er "seinen" FC Bayern schon jetzt - trotz der weltweiten Finanzkrise, die auch am Sport wegen dem Wert der Übertragungsrechte, der Abhängigkeit von Werbeeinnahmen, dem Ticketverkauf, dem Merchandising usw. an den Vereinen nicht spurlos vorübergeht.
Viele Unternehmen fahren in solch einem Umfeld die Werbebudgets herunter und auch die Fans besuchen bei Geldmangel seltener das Station, steigen auf billiger Plätze um und schränken sich auch beim Kauf von Fanartikeln ein.

Hoeneß freut sich schon sehr auf den Titelkampf mit Tabellenführer 1899 Hoffenheim, den er als "stärksten Gegner" einschätzt, jedoch möchte er nach den wechselseitigen "Giftpfeilen" zum Hinrundenende das Duell nur noch sportlich "auf dem Platz austragen". Klar ist für Hoeneß natürlich, wer am Ende Erster in der Tabelle und damit Meister wird. Bayern? "Ja! Wir sind schon gefühlter Herbstmeister, 4 Tore Rückstand sind ja für Bayern nichts."

Bayern-Trainer und Team harmonieren immer besser. "Jürgen hat mehr Gelassenheit gelernt. Er wollte Rom in 2 Monaten erbauen, das ging nicht. Am Anfang war das wie ein Bienenschwarm. Jetzt ist es eine Oase der Ruhe und Zufriedenheit. Der Anpassungsprozess ist beendet", stellte Hoeneß dazu fest.
Auch in der Champions League hält er vieles für möglich - "aber es wäre arrogant, wenn man behauptet: Wir werden sie gewinnen". Mittelfeldspieler Zé Roberto gab dazu aber ein klares Ziel aus: "Wir wollen ins Finale kommen."

Vor allem zahlreiche Personalien muss Hoeneß in den nächsten Wochen klären, die drängendste ist Podolski. Die heißeste Spur Podolskis führt weiter zum 1. FC Köln, und der Manager drängt: "Wir können nichts beitragen. Das ändert sich, wenn Lukas auf uns zukäme und sagen würde: 'Ich möchte nicht warten, bis der 1. FC Köln bereit ist, die geforderten Summen aufzubringen. Ich bewege mich auch auf andere Vereine zu'. Das wäre für mich ein Signal, mit einem Verein wie dem HSV oder anderen zu sprechen."

Für Uli Hoeneß wäre es "sehr wichtig, wenn bis Ende Januar 2009 fix ist, was Lukas zum 1. Juli macht. Damit die Spekulationen aufhören und er sich voll auf die nächsten vier Monate bei uns konzentrieren kann".

Die Kölner warnte er im Gegenzug sich einer Podolski-Rückkehr allzu sicher zu sein: "Alle, die glauben, mit Lukas ein Schnäppchen zu machen, werden sich täuschen. Wir haben eine klare Vorstellung von dem, was der Spieler wert ist. Für den 1. FC Köln ist es die Summe x, weil wir dem Rechnung tragen, dass wir ihn von dort geholt haben. Von anderen Vereinen werden wir mehr Geld verlangen."

10 Millionen sollen die Kölner angeblich zahlen. "Der 1. FC Köln sollte seinen Vorsprung nutzen, sonst wird Lukas schon irgendwann die Antwort geben", glaubt Hoeneß.

Weitere Personalien:
- Kapitän Mark van Bommel muss sich bis zum 31. Januar entscheiden, ob er den angebotenen Einjahresvertrag annimmt.

- Bei Zé Roberto habe man Zeit bis April, so Hoeneß.
Der Brasilianer , der sich zuletzt so zu seiner Leistung äusserte: "Ich spiele meine beste Saison" will die Offerte des Clubs abwarten. -

- Bei Anatoli Timoschtschuk, der von Zenit St. Petersburg kommen soll, läuft der Poker schon an: "Er hat Forderungen gestellt, die wir nicht erfüllen werden. Jetzt kommt es darauf an, ob er unser Angebot annimmt oder nicht", so Hoeneß.

- Nach der Verpflichtung von Ivica Olic vom Hamburger SV ist Nationalspieler Mario Gomez vom VfB Stuttgart nicht mehr zu jedem Preis begehrt: "Für 30 Millionen Euro ist er auf jeden Fall vom Tisch. Wir haben jetzt mit Olic einen Stürmer, den wir gebraucht haben, wenn Lukas geht - alles andere wird man sehen."

 

 
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