Wie lange dauert es noch bis zum finalen Knall?

Die Antwort auf das WANN gehört wohl zu den schwierigsten von allen! Man könnte sich zwar mit dem Spruch rausreden, dass „es nicht drauf ankäme die Zukunft richtig vorher zu sagen, sondern darauf – auf alles vorbereitet zu sein“, aber wer will das schon hören? Wir werden also heute mal eine grobe Einordnung versuchen – wo wir aktuell stehen und wohin die Reise hingeht. Aktuell zeichnen sich zwar schon erste Bremsspuren in der Wirtschaft ab, aber in einem solchen Umfeld noch auf ein wirtschaftliches Null-Wachstum zu kommen ist schon erstaunlich. Die Diskussionen um 0,1% Wachstum oder 0,1% weniger beim BIP halten wir für überflüssig, weil sie im Kern zu nichts anderem dienen als der Eintrittsdefinition gewisser Begrifflichkeiten wie Rezession usw. Wenn man sich die aktuellen Meldungen so durchliest von Entlassungen, Kurzarbeit usw…. dann könnte man denken, der ganze Laden bricht schon langsam zusammen, noch dazu wenn man sich dem beschäftigt, was sich an Umbrüchen aktuell in der Automobilindustrie abspielt. Dem ist aber in der Breite nicht so, denn das derzeitige Nullwachstum auf hohem Niveau unterstreicht ja unmissverständlich, dass da alles Tag für Tag noch seinen geregelten Gang geht!

Was man ebenfalls nicht außer Acht lassen sollte ist der Umstand, dass viele große Börsen weltweit immer noch auf oder nahe Allzeithoch notieren. Wenn man die Vorlauf-Indikator-Funktion der Aktienmärkte kennt, dann muss man wohl zu dem Ergebnis kommen, dass zumindest mal bis Herbst 2020 alles noch relativ ruhig bleiben sollte. Ergänzt wird diese Annahme dadurch, dass die Notenbanken mit Ihrem Medikamentenkoffer noch lange nicht am Ende sind und sich bislang noch kaum echte Fluchtbewegungen in die wirklich allerletzten, sicheren Häfen abzeichnen. Einige Lieferengpässe der letzten Wochen – speziell in Deutschland – sind ja wohl vor allem den gestern in Kraft getretenen, gesetzlichen Änderungen zuzuschreiben. Hier dürfte sich bereits in den kommenden Tagen vieles deutlich entspannen, sodass von einer länger anhaltenden Bewegung oder sogar einer Massenflucht keine Rede sein kann. Auch die Immobilienpreise laufen dank niedriger Zinsen, Anlagenotstand und weiter massiver Zuwanderung immer noch hervorragend – vor allem in den Ballungsräumen. Von massiver Angst was steigende Kriminalität angeht, was Umweltverschmutzung / Gesundheitsgefährdungen, Fahrverbote oder noch weiter steigende Mieten angeht – ist also noch keine Spur! Wie sieht es politisch aus? Auch an der Front ist noch alles extrem ruhig und große Verschiebungen sind ebenfalls nicht absehbar. Die meisten Verluste der SPD liegen wohl darin begründet, dass hier viele Wähler zu den Grünen abgewandert sind. Und wie ist der Zustand der Union einzuschätzen?


Dazu muss man sich doch nur mal ansehen, was sich zum Beispiel die Unionswähler inzwischen schon alles an Bündnissen und Koalitionen gefallen lassen, ohne da mal einen klaren Schlussstrich oder eine konkrete Grenzlinie zu ziehen. Wenn ich irgendwann sogar schon mit meinen massivsten politischen Konkurrenten am Ende in Regierungs-Koalitionen lande, dann verwässert sich auch hier alles derart, dass kaum große Veränderungen zu erwarten sind. Ganz grundsätzlich gesprochen wundere ich mich, warum nicht öfters Mal die Frage auftaucht, wie so ein Land wohl beisammen sein muss, wenn man mit über 82 Millionen Einwohnern als Volkspartei SPD kein anderes Spitzenpersonal zusammen bekommt oder wenn man eine Kanzlerin wie Frau Merkel sogar noch 3 x wiederwählt? Auf die einzelnen Themen dazu wie Flüchtlingskrise, Energiewende, Eurorettung, Genderwahnsinn, die Auslandseinsätze der Bundeswehr usw. sind wie ja schon mehrfach ausführlichst eingegangen.

Jetzt kommen wir mal zu 2 Lagern, deren Beobachtung besonders interessant ist. Das sind zum einen die Leistungsträger, denn von deren Verhalten wird es aus unserer Sicht abhängen – wie lange der Laden selber, aber auch diverse Anlageklassen noch laufen. Und warum? Weil die in der Regel einen ständigen Anlagenotstand haben und sich deswegen vor allem diejenigen Sektoren weiter gut etwickeln werden, wo eben genau die Gruppe ihr Geld anlegt. Auf der anderen Seite würde eine großere Abwanderungswelle aus der Ecke den Staat und die Wirtschaft insgesamt in große Bedrängnis bringen, weil es ja vor allem diejenigen sind – die mir ihren Firmen, Steuern und zur Verfügung gestellten Arbeitsplätzen die Hauptlasten tragen. Machen wir es kurz: Die kaufen weiter schön brav Immobilien – nicht nur aus steuerlichen Gründen, nein – auch als Altersvorsorge wegen der erwarteten, laufenden, monatlichen Miet-Einnahmen. Ergänzt wird das von weiteren Zuflüssen in den Aktienmarkt. Alternative Anlagen spielen da in der Breite bislang noch keine Rolle, weil man selber – zusammen mit seinem gesamten Umfeld ja in einer Welt lebt – die davon ausgeht – dass das alles bis Sankt Nimmerlein so weiterlaufen kann. Nicht selten sind in der Gruppe ja auch Berater am Werk auf deren Rat man sich verlässt, weil man selber oftmals viel zu wenig Zeit hat – sich um die Anlagebaustelle auch noch zu kümmern. Und weil man mit dem Zuraten von Metallkäufen an deren Stelle kaum was verdienen kann – vor allem nicht regelmässig – spielen selbige da noch immer kaum eine Rolle. Da werden dann am Ende doch lieber Dinge empfohlen – die man versichern muss, die finanziert werden wollen, die man notariell beglaubigen muss und die auch sonst noch einiges an Papierkam, Verwaltungsaufwand und natürlich Kosten über die Jahre hinweg nach sich ziehen. Nur so sind die Jobs und Einkommen der Berater gesichert, die sich ja angeblich so super auskennen und so uneigennützig unterwegs sind. Ich würde mal schätzen dass mir weit über 90% derer – die selber besonders massiv ins Hamsterrad eingebunden sind – immer wieder aufs Neue erzählen, dass man da ein paar Bekannte und Freunde hätte – die sich um alles kümmern und sich überall TOP auskennen würden. Die haben dies, das und jenes studiert und die Tatsache, dass deren Laden seit Jahren super läuft, wäre ein weiterer Kompetenz-Beweis. Aber warum läuft denn der Laden bei denen so gut? Naja ganz einfach deswegen, weil man ihn selber mit seinen Anlageentscheidungen Monat für Monat mit-bezahlt bzw. füttert. Außerdem wirft man den Leistungsträgern immer wieder erfolgreich neue Zuckerchen vor – wie zum Beispiel die ständig weiter fallenden Zinsen, staatliche Zuschüsse oder neue Abschreibungsmöglichkeiten, sodass die trotz ständig höherer Belastungen, trotz ständig mehr Papierkarm und immer mehr Überwachung am Ende doch nicht dran denken endlich mal alles hin zu werfen! Und nun noch zu denen, die wirklich durchblicken oder schon länger ahnen, was da gerade anrollt. Da sieht es doch in weiten Teilen immer noch so aus, dass der Metallanteil nur 10% ausmacht – maximal 20%. Der Rest bleibt voll im System und man begnügt sich – was den Alltag angeht – auch in der Gruppe immer noch damit, da oder dort mal ein Buch zu kaufen und zu lesen. Wir verweisen an der Stelle auf unseren Artikel von gestern, wo auf den Punkt mal etwas genauer eingehen. *** Must-Read! Aktuelles vom 1. Januar 2020 – Teil 2 ***

Kurzum: Trotz vieler Warnzeichen sehen wir für 2020 weder einen Crash noch sonstwas am Horizont aufziehen. Die Masse schläft weiter und die Notenbanken haben nicht nur die Chance auf noch niedrigere Zinsen, sondern auch darauf – über weitere QE-Programme – die Märkte zu fluten. Bis sich das mal massiv auf die Endkonsumenten-Preise des täglichen Bedarfes auswirkt – dürfte es wohl noch ein weiter Weg sein. Von daher werden die Assetklassen weiter langsam nach oben anziehen – egal ob wir über Immobilien, Aktien, Metalle oder auch Minenaktien reden. Alle – die auf einen Crash oder ähnliches warten – sollten sich zunächst mal die Frage stellen, wieviel man denn selber beim tagtäglichen, eigenen Konsum- Anlage- oder Wahlverhalten dazu beiträgt, dass es bald mal zum Knall kommen könnte? Dürfte da bei den meisten nicht herauskommen, dass man im Grunde selber so weiter-macht wie bislang auch bzw. immer? Woher soll denn der Crash kommen, wenn nicht einmal diejenigen – die fest mit ihm rechnen – auch entsprechend massiv in der Richtung unterwegs sind? Das Verhalten von 0,…… Promille wird das Kartenhaus nicht zum Einsturz bringen. Ich glaube daher, dass das alles noch etwas länger läuft – als es viele bislang vermuten – mit der Folge, dass bis zum finalen Knall wohl noch eine ganze Reihe an Warnern den Großteil ihrer Gefolgschaft samt Vertrauen verlieren werden. Oder anders formuliert: Aktuell lesen mir noch viel zu viele warnende Bücher – ohne das darin enthaltene Wissen auf den eigenen Alltag oder auch das eigene Konsum-, Anlage- und Wahlverhalten zu übertragen. Crashankündigungen, die schon Monate vorher in den Best-Seller-Listen auftauchen halte ich für keinen guten Indikator!

Wenn ich dann noch sehe, wieviele bei den Anlagen zwar ALTERNATIV + SICHER unterwegs sein wollen, aber dann am Ende doch wieder in irgendeinen Krypto- oder Papiermüll investieren, dann gebe ich dem System nochmal ein paar Jahre länger!!! Die konkrete Umsetzung des Wissens befindet sich aus meiner Sicht aktuell immer noch in einem geradezu lächerlichen Stadium. Und wenn man dann noch berücksichtigt, wie Wenige überhaupt was wissen, dann würde ich das Crashdatum nochmal um Jahre nach hinten verschieben! Wenn es dann aber mal kracht – dann wird es dafür umso heftiger! So lange sich diverse Crash-Propheten nicht an den eigentlichen Ursprung bzw. Auslöser heran-trauen, nämlich an den einzelnen Anleger, Wähler, Konsumenten oder Bürger selber – so lange wird es wohl auch mit dem wirklichen Aufwecken weiter Teile der Masse nicht funktionieren können. Das ist wie beim Umweltschutz auch: Was hilft da der technische Fortschritt, wenn jede Verbesserung über eine Änderung des eigenen Konsumverhaltens wieder ausgeglichen und damit in seiner Wirkung vernichtet wird? Schauen Sie sich in den Zusammenhang doch nur mal an – wie die neuzugelassenen Autos immer größer, schwerer und PS-stärker werden! Was ist denn da mit Sparsamkeit, Nachhahltigkeit, neuer Bescheidenheit, Ressourcenschonung oder Umweltschutz?? Was sagen uns denn die beiden nachfolgenden Meldungen über den Zusammenang von Reden – auf der einen – und eigenem konkreten Handeln im Alltag auf der anderen Seite?

Passagierrekord auf deutschen Flughäfen

Trotz Klimadebatte EU-Bürger fliegen mehr denn je

Da lässt sich eine in weiten Teilen fertige Schauspielergesellschaft noch viel länger bespaßen, steuern, abmelken, im Hamsterrad treiben oder überwachen als das die meisten aktuell glauben wollen und wahrhaben können!!

Kommentare sind abgeschaltet.