CoT-Daten-SCHOCK!

Die gestern Nacht veröffentlichten CoT-Daten zum Stichtag 19.02.2019 sind ein echter Schock.

Hier der Originallink:

https://www.cftc.gov/dea/futures/deacmxsf.htm

Kein Wunder, dass es nach derart massiven Verschiebungen am Terminmarkt, in den letzten Tagen zu einer Korrektur beim Gold um 50 Dollar gekommen ist. Ausgerechnet am Tag nach dem eben erwähnten Stichtag ( also am 20. Februar 2019 ) erreichte der Goldpreis ja mit 1.345 Dollar sein Hoch – Schlussstand gestern: „Nur noch“ 1.293 Dollar je Unze.

Was ist passiert? Vom 12. bis zum 19 Februar hat sich die Netto-Short-Posistion der Commercials um über 40.300 Kontrakte vergrößert, was einen „aktuellen“ Stand von 166.500 ergibt. Das sind Werte, von denen aus bereits Mitte April 2018 eine deutliche Korrektur ihren Anfang nahm. Damals brach Gold in den folgenden 4 Monaten von 1.350 bis auf 1.175 Dollar ein. Da 1 Kontrakt beim Gold ja 100 Unzen enspricht – reden wir hier über eine Verschiebung von mehr als 4 Millionen Unzen binnen einer einzigen Woche bzw. einem Gegenwert von mehr als 5 Milliarden Dollar. Das sind schon Hausnummern!

Beim Silber hat sich in der Woche zum 19. Februar 2019 die Lage überraschenderweise leicht verbessert und zwar um 1.600 Kontrakte, sodass nun nur noch 73.900 Kontrakte bei den Commercials netto-short offen sind. Im Silber entspricht 1 Kontrakt ja 5.000 Unzen, sodass wir es auf der Baustelle nur mit einer Veränderung um 8 Millionen Unzen zu tun haben – Gegenwert etwa 125 Millionen Dollar!

Nach diesem Short-Positions-Erdrutsch hat Gold seinen monatelangen Vorsprung gegenüber Silber – was die Entwicklung der CoT-Daten angeht – wieder eingebüsst.

Für einen weiteren Ausblick sollte man zwar abwarten – bis man mit den Zahlen vom Terminmarkt wieder auf Augenhöhe ist, denn das dauert es ja nur noch 2 Wochen. Grundsätzlich kann man aber schon jetzt sagen, dass die seit Wochen schwächer werdenden Brexit-Ängste genauso für Entspannung sorgen, wie die Erwartung, dass die Notenbanken nach den letzten schwachen Konjunkturdaten aus aller Welt, die Bremsversuche komplett aufgeben und bald wieder aufs Gas treten werden. Die Märkte rechnen aus unserer Sicht aktuell nicht mehr mit einem harten Brexit zum vorgesehenen Termin am 29. März. Vielmehr verlassen sich alle fest darauf, dass das Wischi-Waschi ohne Ergebnis weitergeht und alles verschoben wird. Außerdem: Da die Masse ja von den inzwischen gewaltigen, immer nur weiter angestauten Systemrisiken auch weiterhin nichts wissen will, könnte das ganze Spielchen noch länger laufen – als viele das bislang wahrhaben wollen. Das ändert aber nichts daran, dass irgendwann mal abgerechnet wird. Je später umso heftiger – von daher ist auf-geschoben ganz sicher nicht auf-gehoben!

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