So funktioniert ein Teil des Hamsterrades! Was sagt das über eine Gesellschaft aus?

Heute möchten wir – aus aktuellem Anlass – in einem eigenen Artikel nochmal auf einen Punkt eingehen, der viel über die aktuelle Gesellschaft, aber auch über das Konsumverhalten aussagt. Es sind einige der sogenannten „Erfindersendungen“ wie beispielsweise gestern „Das Ding des Jahres“. Da werden tatsächlich von der Jury Dinge hoch gelobt und vom Publikum lauthals bejubelt, die im Grunde nur viel Geld kosten, keinen ECHTEN Mehrwert haben und am Ende nur noch zusätzlich irgendwo herumstehen. Wir gehen auch deswegen heute nochmal auf das Thema ein, weil wir ja bereits gestern ein paar Gedanken dazu in den Artikel eingebaut hatten, wo es darum ging – was das Leben angeblich alles leichter machen soll: Die heutigen Meldungen alleine reichen aus, um zu erkennen – was wirklich läuft und anrollt!

Es geht garnicht darum eine Sache oder gar Leute mit irgendwelchen Ideen schlecht zu reden, aber man kann an der Stelle sehr gut einige wesentliche Dinge erkennen: Das eine ist der Umstand, dass Sparen für niemanden ein gutes Geschäftsmodell ist, außer für denjenigen selber – der es macht! Und genau deswegen ist es ja auch so verpöhnt und unbeliebt – also das Sparen, sodass man sparsame Leute sehr schnell in die Egoisten-, Geizkragen oder unsoziale Ecke stellt. Konsum dagegen lässt einen zwar glauben, dass man es mit diesem oder jenem Teil immer leichter hätte, aber in der Regel macht man damit nur andere reicher und unabhängiger. Wie kann es sonst sein, dass es inzwischen weltweit fast 3.000 Milliardäre gibt – von denen man kaum noch jemanden kennt? Keine Frage: Der Mensch ist ein Sozialwesen, der sich gerne in eine funktionierende Gemeischaft eingebunden und vom Umfeld für ernst genommen fühlt. Folglich ist es auch kein Wunder, dass die meisten nichts so sehr prägt wie das – was alle um einen herum auch tun. Exakt an dem Punkt steuert gerade eine Schauspielergesellschaft auf ihren Höhepunkt zu, weil man – ohne es wahrhaben oder zugeben zu wollen – das eigene Verhalten und Denken immer mehr von anderen abhängig macht, anstatt einfach nur dem zu folgen, was einem oftmals das eigene Bauchgefühl richtigerweise sagt. Außerdem ist es ja so, dass die Einkommen oder auch die Vermögensverhältnisse oftmals derart massiv auseinanderklaffen, dass Leute mit anderen mithalten wollen, obwohl die in einer ganz anderen Gehaltsklasse unterwegs sind. Die seit Jahren extrem niedrigen Zinsen sind hier ein entscheidender Punkt, weil sie die mit weniger Einkommen in die Lage versetzt haben – über Konsum auf Pump bzw. Ratenzahlung weiterhin mit denen mithalten zu können, die die Sachen locker vom Girokonto zahlen. Steigenden Zinsen werden also auch die Spaltung in der Gesellschaft massiv aufbrechen und zum Vorschein kommen lassen. Nun gibt es da 2 Möglichkeiten die Sache aufzulösen: Entweder man lässt sich mit-ziehen und mit-treiben oder man wird früher oder später zu sowas, das man fast Einzelgänger oder Außenseiter nennen muss. Konsumverzicht wird ja nicht als modern betrachtet oder besondere Leistung sein Leben einfach zu halten – nein: Man ist eher in der Geizkragenecke zu Hause, der andere nichts an einem verdienen lässt und damit sowas wie die große Bremse darstellt. Kein Wunder, dass es als sparsamer Mensch garnicht mehr so einfach ist – in so einem Umfeld und bei so einer negativen Stimmung einem selber gegenüber – einen Partner zu finden, der ähnlich tickt. Der Umgang mit Geld, aber auch der Konsum ist ja neben vielen anderen wichtigen Baustellen mit eine der Sachen, wegen denen es in Beziehungen am häufigsten Ärger gibt. “ Brauchen wir das? Was hast denn da wieder für einen Müll gekauft? Müssen wir dahin? Hätte es nicht die billigere Lösung auch getan? Warum soll ich auf A verzichten, wenn du dir ständig B leistest? Warum hast du das heute schon gekauft, in 2 Tagen ist es mit 50% im Angebot?“ Und es ist ebenfalls kein Wunder, dass es immer mehr Überlegungen gibt – wie man diese angeblich unsozialen, sparsamen Egoisten aus der Reserve locken könnte. Das hat mit den niedrigen Zinsen begonnen, die das Sparen unattraktiv machen sollen und geht nun weiter mit Überlegungen – wie man das Bargeld abschaffen oder sogar regelmässig entwerten könnte.

Die Bestrafung vernünftiger Gedanken, rationaler Verhaltensweisen und traditioneller Strukturen, die sich obendrein über Jahrhunderte oder gar Jahrtausende bewährt haben – sind Markenzeichen von Gesellschaften – …………die untergehen und fertig sind!

Bei der nächsten Krise wird man also ganz sicher massiv auf diejenigen losgehen, die ihr Geld nicht über Konsum der Wirtschaft ( anderen) ständig aufs Neue zur Verfügung gestellt haben. Es werden dann die Sparsamen sein, denen man die Schuld am Wirtschaftseinbruch in die Schuhe schieben wird – wem sonst? – denn die anderen haben ja über das Ausgeben des kompletten Geldes im Laufe eines Monats oder sogar noch über Kredit – ihren Teil dazu beigetragen, dass es so lange so gut gelaufen ist. Alle haben ja ihr Bestes getan ……………… nur diejenigen nicht, die sich noch nicht vom Konsum komplett haben ausnehmen lassen – also ran an die!!

In so einem Umfeld ist was angesagt? Höchste Vorsicht der sogar mehr, denn es steht die größte „Ausnehmen-wie-Weihnachts-Gans-Aktion“ der Geschichte bevor!!!

Weite Teile der aktuellen Schauspielergesellschaft sind derart krank – nicht nur von der Denke und vom Verhalten her, sondern auch was das Angehen und Verstehen von Problemen angeht – dass man sich 1. nur noch wundern kann und 2. in Deckung gehen sollte. Was tut aber die Masse auch weiterhin – fest ins Hamstterad eingebunden? Bingo: Garnichts!! Dass diese Warnungen auch heute wieder im Nichts verhallen wird – wie Hunderte Hinweise darauf in der Vergangenheit auch schon – ist uns klar und völlig logisch, denn: Sobald sich eine größere Gruppe in Bewegung setzen würde wäre sofort Schluss mit lustig, Toleranz und Freiheit. Wissen Sie warum Friedhofsmauern im Kern so sinnlos sind? Weil diejenigen, die draußen sind nicht rein WOLLEN und diejenigen – die drinnen sind – eh nicht raus KÖNNEN. Alle anderen Mauern auf der Welt mach(t)en für irgendwen aus irgendeinem Grund scheinbar einen Sinn, sonst hätte man sie ja nicht gebaut!

Nachfolgend stellen wir mal ein paar Ausschnitte aus der Sendung „Das Ding des Jahres“ von gestern ein und kommentieren es da und dort etwas:

Das Ding des Jahres – 1

Von Minute 7:00 bis 13:15 geht es da um einen Topfuntersatz, den man unbedingt bräuchte, weil man ja den anderen oftmals nicht gleich findet. Man soll also noch einen Untersatz für 39,- Euro kaufen, den man ja auch weider irgendwo unterbringen und im Einsatzfalle herausziehen muss, weil man den sonst üblichen Untersatz ja erst aufwendig suchen müsste????

Kennen Sie jemanden, der die Topfuntersätze für den täglichen Gebrauch im Keller, im Gartenhäuschen oder gar bei Verwandten – die weit weg wohnen – lagert? Außerdem tut man so, wie wenn man mehrfach mit dem Topf von einer Ecke zur nächsten laufen würde, obwohl es ja in der Regel im Alltag immer nur um ein paar Meter zwischen Herd und Esstisch geht. Außerdem: Um die Reste einer Suppe oder Sauce aus einem Topf zu bekommen halte ich den entweder so schief, dass alles auf den Teller läuft oder nehme eine Hand zum schief halten und die andere zum Heraus-Löffeln. Das Publikum ist aber – BEGEISTERT!!!! Bravo!!! Wieder ein paar Stunden mehr im Hamsterrad laufen, um sich etwas anzuschaffen – das wohl keiner wirklich braucht? Lauft Hamster, lauft!!!

Danach geht es um einen Halter in der Küche für Topfdeckel, Kochlöffel oder diverse Packungen wie Mehl, Reis oder Nudeln. Da kostet ein Ding einzeln fast 45,- Euro, die 2 zusammen gibt es für 80,- Euro und man möchte es kaum glauben: Es wurden sogar schon welche verkauft, obwohl es im Kern – zumindest aus unserer Sicht – nichts anderes ist als eine Dose oder eine quadratische Unterlage, wo man auf einer Seite eine Ecke herausgeschnitten und etwas abergundet hat. Wenn ich Sehnsucht nach so einer Funktion hätte, dann würde ich mir von einem Freund, der das entsprechende Werkzeug hat, für eine Halbe Bier als Bezahlung, aus einem alten, etwas höheren Topf eine Ecke herausschneiden und die Kanten dann etwas abschleifen lassen, damit sie nicht so scharf sind und keine Verletzungsgefahr besteht. Noch einfacher wäre aber aus einem Plastikrohr einfach eine Ecke heraus zu schneiden und mit ein par eingefeilten Kerben oben hat man auch noch eine Ablage in die man einen Kochlöffel oder sowas „einparkieren“ kann. Problem mit einem winzigen Bruchteil des Geldes gelöst, wieder ein paar Stunden weniger im Hamsterrad gelaufen…… und wenn mir das ganze auf den Nerv geht – ab in die Mülltonne damit oder auf den Schrott. 80,- Euro einfach so wegwerfen würde man dagegen wohl kaum, auch wenn das Teil mal nicht mehr benutzt wird. Mit dem Argument, dass so eine Eigenfertigung – wenn man die Funktion schon haben muss – ja nicht so toll aussehen würde braucht mir auch keiner kommen, denn wem es nicht passt – wie es bei mir aussieht und mit was ich arbeite, der kann mir eh gestohlen bleiben. Der / die soll zu Hause bleiben, anderen auf den Nerv gehen und sich um seinen Platz im Hamsterrad kümmern! Naja – und so sammelt sich Teil um Teil und Hamsterradstunde um Hamsterradstunde an – die man für andere läuft! So eine Gesellschaft hat Zukunft! Wenn man mit sowas oder ähnlichen Dingen schon Geld verdienen kann, dann wundert es mich nicht, dass es immer mehr Millionäre oder Miliardäre gibt, während die Masse immer weiter verarmt!

Wenn Sie sich noch ein paar Erfindungs-Kracher-Schnäppchen ansehen möchten, dann haben Sie unter dem Video die Möglichkeit das zu tun.

Im 2. Teil könnte man sich noch ab Minute 18:30 eine  Unterlage ansehen, die Essensbrösel im Auto oder auch am Arbeitsplatz auffangen soll. Kostenpunkt knapp 30,- bzw. 40,- Euro. Duellgegner ist in dem Fall eine Multi-Funktionstasche für mehrere Hundert Euro – je nach Ausführung. Mit der Tasche geht es dann in Teil 3 noch weiter! Meine Meinung dazu: Wenn ich im Auto oder am Arbeitsplatz keine Brösel will ess ich da eben nicht oder lege was unter – das keinen einzigen Cent kostet. Und bevor ich mir so eine Tasche kaufen müsste – weil ich soviele Sachen mit mir rumtrage, würde ich zuerst mal bei DEN Dingen ausmisten und dann tut es auch eine einfache Mappe für 20 oder 30 Euro. 

Mit so einer Gesellschaft oder mit Leuten um einen herum, die solche Probleme und für sowas Geld übrig haben – möchte ich nicht in eine echte Krise gehen. Wer das tun möchte und die Denke dahinter nicht sehen will oder kann – dem wünschen wir viel Vergnügen!

Und wissen Sie – was sich ebenfalls noch als „sehr intelligente Krisenvorsorge“ bzw. als „super Vorbereitung auf den Zusammenbruch“ herausstellen könnte? 🙂 Regelmässig auf Seiten unterwegs zu sein, die sich immer wieder aufs Neue am Rande der Legalität, mit dem System oder Teilen davon anlegen und diesbezüglich bereits unter „Beobachtung“ stehen? Das nenne ich mal richtig vorausschauend, vorsichtig und unauffällig agiert, denn das Sytem käme im Notfall oder in einer Art Endspiel ja ganz sicher niemals auf die Idee – sich über die Besucher bestimmter Internetseiten die entsprechenden Leute ganz gezielt heraus zu suchen – oder etwa doch?


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