*** Reisebericht Budapest! ***








Nachdem unsere letzten beiden Reiseberichte zu Venedig bzw. Malta so gut angekommen sind und vielen Leserinnen bzw. Lesern eine nützliche Hilfestellung – mit vielen konkreten Tipps waren, haben wir diesmal Budapest im Angebot.

An der Stelle nochmal die Links zu Malta und Venedig:

Reisebericht Malta! Für 200,- Euro pro Person ein langes Wochenende ( Fr. bis Di. ) weg von Regen und Kälte!

Reisebericht Venedig: Für weniger als 100.- Euro die Stadt der Träume erleben!

Städtetrips bzw. Kurzurlaube werden ja immer beliebter, von daher bietet es sich an, eventuell auch mal Ungarn mit seiner Hauptstadt ins Auge zu fassen.

Eines vornweg: Ein vorheriges Besorgen von Ungarischen Forint ist nicht notwendig.
Wir kommen noch genau darauf zurück, wie man das „Problem“ am besten direkt vor Ort löst.
Wie bei jeder Reise in ein Land mit fremder Währung sollte man sich aber vorher schon mal klug machen, wo zumindest in etwa der Kurs steht, um die schlimmsten Überraschungen zu vermeiden.

Abfughafen war in den Fall Nürnberg. Der Hinflug kostete über Ryanair knapp 15 Euro pro Person, der Rückflug 22.- Euro, sodass man hier locker unter 40,- Euro für die Flüge bleiben kann.
Eine Sitzplatzreserierung im Flugzeug, wenn man zusammen sitzen möchte oder einen Fensterplatz wünscht, kommt extra noch dazu und kostet in der günstigsten Version – also weiter hinten im Flieger – jeweils 3 bis 6 Euro je Flug und Person.
Wir haben für die 2×2, also 4 Reservierungen insgesamt 15,- Euro bezahlt.

Da man ja – kostenlos – nur einen kleinen Rolly ( 55 x 40 x 20 ) und ein Handgepäckstück mitnehmen nehmen darf, kann man nach der Ankunft am Ab-Flughafen gleich zur Sicherheitskontrolle gehen und weiter zum Boarding-Gate.
Die Vorlaufzeit verringert sich durch den Wegfall des sonst üblichen Eincheckens also massiv.
Anders als früher noch darf man aber den Rolly – wenn man so bucht wie beschrieben – nicht mehr mit an Bord nehmen, sondern muss ihn unmittelbar vor dem Einstieg ins Flugzeug in einen Gepäckwagen legen.
Angekommen kann man ihn dann dort an der ausgeschilderten Gepäck-Ausgabestelle wieder abholen.

Die Flugzeit beträgt etwa 1 Stunde und 15 Minuten.




In Budapest und auf den Rolly gewartet kommt man vor dem Ausgang in eine größere Halle, wo man nicht nur Euro wechseln, sondern auch Tickets für den Öffentlichen Nahverkehr zur Weiterreise kaufen kann.

Und jetzt zum Wechseln:

Der aktuele Kurs zum Euro liegt etwa bei 1:325, man bekommt also „normal“ grob 325 Ungarische Forint für 1 Euro.

Die Wechselkurse in der Flughafenhalle sind aber davon mit weniger als 260 oder umgerechnet 20% Abschlag meilenweit entfernt.
Eine Wechsel-Stube – wo man auch nur ansatzweise an die 300 Forint herankommt haben wir nicht gesehen, aber das ist auch nicht schlimm, denn:

Die Fahrt mit Bus und Metro ins Zentrum kostet zusammen nur 530,- Forint, also bezogen auf den miesen Wechselkurs am Flugfahen ca. 2 Euro pro Person.

Die Tickets für den Bus und die Metro muss man in Forint zahlen. Wenn man in die Flughafen-Halle rauskommt links ist auch ein eigener Schalter dafür. Es reicht also aus, irgendwo im Flughafen, gerade nur soviel zu tauschen, dass man sich eben diese Tickets kaufen kann – für 2 Personen wären das 5 Euro.
Und weil der Betrag so gering ist, schlägt auch der echte miese Umtauschkurs – ca. 20% unter dem eigentlichen Wert – kaum durch.
Problem also mit minimalem Schaden gelöst.
Viele tauschen da sofort größere Summen – naja, auch ein Weg schnell arm zu werden!

Die Tickets für Bus und dann weiter Metro sind 2 kleine Zettelchen – einer für den Bus, einer für die Metro, die man jeweils vor Fahrtantritt im Bus bzw. vor Einstieg in die Metro entwerten muss!

Der Zettel mit der 1 ist jeweils der für das erste Fortbewegungsmittel – das man mit dem Kombiticket nutzt, das mit der 2 für den zweiten Teil der Fahrt.

Bitte unbedingt Tickets kaufen und richtig entwerten, denn es wurde überall kontrolliert!

Vor dem Flughafen kann man den Bus 200E nicht verpassen, der einen zur Metro bringt. Der fährt alle paar Minuten, sodass es sicher zu keinen langen Wartezeiten an dem Punkt kommt.
Ausstieg ist Kőbánya-Kispest.

Da kommt man – in den etwa 20 Minuten Fahrt – unter anderem an Haltestellen mit so schönen Namen wie
“ Pestszentlőrinc Vasútállomás „, „Repülőtéri Rendőr Igazgatóság“ oder „Szemeretelep Vasútállomás“ vorbei!

Bitte immer auf Aussprache und Rechtschreibung achten! 🙂

Von „Kőbánya-Kispest“ aus geht es mit der Metro M3 (blau) weiter ins Zentrum – zum „Deák Ferenc tér“.

Als Übernachtung haben wir uns das

Central Studio & Apartment Budapest
1052 Budapest, Régi posta utca 11, Ungarn

für etwa 50.- Euro je Doppelzmmer – ohne Frühstück – ausgesucht.

Das liegt nicht nur sehr zentral, sondern befindet sich auch nur wenige Hundert Meter von der Metro-Haltestelle
Deák Ferenc tér entfernt.

Woanders ist es vielleicht günstiger, aber da muss man dann auch wieder extra hinfahren, Tickets kaufen usw.
Das kostet alles Zeit und Geld, das man sich sparen kann.

Gleich gegenüber vom Hotel ist ein MC Donalds – warum ist das so wichtig?





Viele kannten die Strasse des Hotels nicht – beim Durchfragen von der Metro aus, also ist es einfacher sich direkt zum MC Donalds schicken zu lassen, den kennen fast alle.
Da gleich gegenüber ist der Eingang und das „Hotel-Schild“ an der Klingel angebracht.

Mit Deutsch geht übrigens nur wenig in Budapest, aber schon mit einfachstem Englisch und ein paar Standardwörtern kommt man überall hin.

Es wäre von Vorteil, wenn man vorher dem Hotel kurz schreibt – wann man in etwa anreist.
Es öffnet dann jemand, der/die einem das Zimmer zeigt und den Schlüssel übergibt.

Nicht erschrecken: Der Eingang ist – nennen wir es mal „gewöhnungsbedüftig, genauso wie das „Büro“ und das Treppenhaus mit Aufzug, ABER:

Sobald man die Zimmertüre aufmacht ist alles bestens. Große Zimmer, sauber und toller Ausblick auf die Einkaufspassage unten vorbei.
Das Zimmer hatte nicht nur ein großes Bad, sondern auch Kühlschrank, Teller, Gläser, Besteck, Mikrowelle usw… wie eine richtige Wohnung eben.
Richtung Donau, die ist etwa 100 m weg, findet man gleich rechts – nicht zu übersehen – einen Supermarkt für die täglichen Einkäufe.

Nicht nur in Hotelnähe – überall, an fast jeder Ecke gibt es da nun Wechselstuben, wo man sehr günstig Euros tauschen kann.

Manche haben 325 Forint angeboten, aber dafür noch 0,7% Commission verlangt, also Gebühr.
Wieder andere zahlen nur 320 oder 322 Forint für einen Euro aus, nehmen aber dafür keine zusätzliche Provision.
So oder so – jetzt hat man auch die Versorgung in Forint günstig gelöst!

Was kommt jetzt?




Natürlich der Hunger!

Da können wir unter anderem das Selbstbedienungsrestaurant Vapiano empfehlen. Hoteltüre raus, rechts am MC Donalds vorbei hoch und zweite Querstrasse links. Da etwa nach 200 Metern ist rechter Hand das Vapiano.
Eine Stadtkarte dabei zu haben wäre nicht schlecht gewesen, aber sich durchfragen ist auch mal ganz witzig!
Wenn man gezielt danach fragt – also dem Vapiano – werden es wohl die meisten wissen. Rein von selber würde man wohl eher schlecht hinfinden oder sogar vorbeilaufen.

Das ist nicht nur gleich in der Nähe, sondern auch günstig, gut und bietet auch viel Auswahl. Der Schwerpünkt liegt aber ganz klar auf Pizzas, Pasta usw..
Für 5 bis 7 Euro für eine große Pizza ist man dabei!

So ein rotes rundes Klingelding, dass man bei der Bestllung mitgegeben wird sagt einem wann das Essen fertig ist.
Bezahlt wird alles am Ende beim Rausgehen und bis dahin Posten fü Posten immer auf eine Chipkarte gebucht!

Was die einzelnen Unternehmungen angeht ist es schwer spezielle Tipps zu geben, denn da liegen die Schwerpunkte zu weit auseinander.

Was aber auf jeden Fall gut ist sind die Abflugszeiten: Nürnberg 10:40 und von Budapest zurück um 12.30 Uhr.
Außerdem ist zu betonen, dass man sich in der Metro usw. super zurecht findet – ich würde fast sagen wesentlich besser als in Hamburg oder auch München als Vergleich.

Was gibts sonst noch zu sagen:

Es fällt auf, dass die Leute nicht nur extrem nett und hilfsbereit sind, sondern das ganze Publikum in der Stadt vom Altersschnitt her extrem jung! Ich kann mich nicht erinnern jemals wo gewesen zu sein, wo derart viele junge Leute unterwegs waren.
Woran das genau liegt kann ich schwer sagen. Es liegt aber die Vermutung nahe, dass Budapest extrem viele junge Leute aus ganz Ungarn anzieht – vor allem aus den ländlichen Gebieten, die dort studieren oder auch einen Job suchen bzw. schon haben.

Ein Highlight waren zum Beispiel die extrem großen Semmeln in den Supermärkten – für einen Preis von umgerechnet nicht mal 10 Cent! Semmeln wie wir sie kennen haben da 5 Cent gekostet!

Und nochwas: Der Unterschied im Stadtbild zu München, Nürnberg, Hamburg, Köln, Frankfurt, Belin oder….. ist extrem.

Mehr muss man an der Stelle dazu nicht sagen, außer dass man sich in Budapest wirklich sehr sicher und gut aufgehoben fühlt!




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