Claus Vogt Marktkommentar – Ausgabe vom 5. Mai 2017: Warum ich mich nicht bei Helikopter-Ben entschuldigen werde

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Ben Bernanke lobt den Tag schon vor dem Abend

Liebe Leser,

einem Pressebericht zufolge soll der ehemalige Fed-Präsident Ben Bernanke im amerikanischen Fernsehen gesagt haben, die Kritiker seiner ultralaxen Geldpolitik schuldeten ihm eine Entschuldigung. „Werden Sie sich demnächst bei Helikopter-Ben entschuldigen?“, hat mich daraufhin ein Leser meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren per E-Mail gefragt.

Um die Antwort auf diese ironisch gemeinte Frage vorwegzunehmen: Nein, denn bekanntlich soll man den Tag nicht vor dem Abend loben, und genau das ist es, was der inzwischen als Berater eines großen Hedgefonds tätige Ex-Zentralbankchef Bernanke hier tut.

Tatsächlich bin ich gemeinsam mit Roland Leuschel schon in unserem 2003 erschienenen Buch „Das Greenspan Dossier“ mit der Geldpolitik des damaligen Fed-Präsidenten Greenspan und ausdrücklich auch mit den geldpolitischen Thesen Bernankes scharf ins Gericht gegangen. Schließlich gehörten wir Ende der 1990er Jahre zu den ganz wenigen Analysten, die die verheerenden Folgen, die diese Politik haben würde, klar erkannten – während Greenspan und Bernanke den heraufziehenden Sturm nicht sehen konnten, und zwar weder im Jahr 2000 noch in 2007/08.

In Sachen Spekulationsblase steht es 2:0 für Leuschel und mich

Im derzeit so populären Fußballerjargon ausgedrückt, steht es in dieser Hinsicht also 2:0 für uns: Im Jahr 2000 platzte die Aktienblase und sieben Jahre später die Immobilienblase. Jetzt befindet sich die Welt aufgrund der weiterhin betriebenen ultralaxen Geldpolitik erneut in einer Spekulationsblase. Und diese Blase ist sehr viel größer als alle ihre Vorgängerinnen.

Wir sind uns auch jetzt wieder sicher, dass die Blase platzen wird, und erwarten aufgrund ihrer Größe und ihres Umfangs sogar noch viel mehr Ungemach als in 2008. Deshalb halten wir Bernankes Triumphgeheul für ebenso kurzsichtig wie seine Lageeinschätzung im Jahr 2007, als er die beginnende Hypothekenkreditkrise als belanglos („contained“) bezeichnete.

Darüber hinaus übersieht Bernanke die schwerwiegenden gesellschaftlichen bzw. politischen Folgen seiner Geldpolitik. Sie spaltet die Bevölkerung in reiche Gewinner und arme Verlierer. Deshalb führt sie völlig zu Recht zu großer Unzufriedenheit bei dem Teil der Bevölkerung, der zu den Verlierern dieser Politik gehört.

Jetzt platzt die dritte Spekulationsblase

In der vorige Woche erschienenen Mai-Ausgabe unseres Börsenbriefes Krisensicher Investieren haben wir das aktuelle Warnsignal eines Indikators vorgestellt, der auch im Bereich des Aktien-Tops des Jahres 2007 ein Verkaufssignal gegeben hatte. In unserer nächsten Ausgabe werden wir die Besprechung eines weiteren höchst interessanten Indikators folgen lassen, der ebenfalls gerade ein massives Warnsignal gegeben hat.

Seit dem Jahr 1900 hat er nur 10 Signale gegeben. Neun davon waren Volltreffer, darunter die Jahre 1929, 1972, 1987, 2000, und 2007, in denen es zu spektakulären Aktiencrashs bzw. Kursverlusten von 50% und mehr gekommen ist. Aufgrund dieser sehr beeindruckenden Historie sollten Sie diesen Indikator kennen und sein aktuelles Warnsignal nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Warten auf die Kaufgelegenheit im Edelmetallsektor

In den vergangenen Wochen



habe ich Sie auf die hohe Wahrscheinlichkeit einer größeren Korrektur im Edelmetallsektor hingewiesen und über die massiven Warnsignale berichtet, die am Silbermarkt sichtbar waren. Seit rund drei Wochen nimmt diese Korrektur nun ihren Lauf.

Im großen Bild sehe ich in diesem Kursrückgang eine klare Kaufgelegenheit. Deshalb halte ich mit Argusaugen Ausschau nach Anzeichen einer bevorstehenden Trendwende nach oben. Im Moment ist davon aber noch nicht viel zu sehen, obwohl der Silberpreis bereits um 12% gefallen ist und der Gold Bugs Index der Gold- und Silberminenaktien sogar schon um gut 16%.

Gold Bugs Index erreicht erste Unterstützungslinie

Wie Sie auf dem folgenden Chart sehen, hat der Gold Bugs Index inzwischen seine recht massive Unterstützungszone bei rund 180 Punkten erreicht. Da die Minenaktien häufig eine Vorlauffunktion zu den Metallen einnehmen, wäre es ein gutes Zeichen, wenn es von hier aus zu einer Gegenbewegung nach oben kommen würde. Vor diesem Hintergrund erwarte ich mir von den nächsten Handelstagen erste wichtige Informationen über den weiteren Verlauf dieser Korrektur.

Gold- und Silberminenindex, Momentum-Oszillator, 2016 bis 2017
Der Index hat die Unterstützungszone bei 180 Punkten erreicht, der PMO (unten) fällt aber noch.
Quelle: StockCharts.com

Ich werde das weitere Geschehen dieses sehr interessanten Sektors aufs Engste verfolgen, damit ich die Leser meines Börsenbriefes Krisenscher Investieren auf die nächste große Kaufgelegenheit aufmerksam machen kann. Da die Kurse der Minenaktien traditionell sehr stark schwanken, eröffnen sie Ihnen regelmäßig außerordentlich große Gewinnchancen im zwei- und sogar dreistelligen Bereich. Deshalb sollten Sie den Minen-Sektor unbedingt in ihrem Depot berücksichtigen. Näheres zu dieser spannenden Entwicklung erfahren Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren. Ordern Sie noch heute – 30 Tage kostenlos.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihr Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: Ende März habe ich meinen Lesern empfohlen, auf einen steigenden Euro zu setzen. Es ist noch nicht zu spät, diesem Rat zu folgen.

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Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und konträren Börsenbriefs Krisensicher Investieren.
2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ und die „Inflationsfalle“. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.

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